Mise en Cadre
series of photographs
60 x 50cm
2010m



'Mise-en-cadre' (franz.: „in einen Rahmen bringen“) ist ein Begriff aus der Filmtechnik und beschreibt beim Film die von der Kamera eingefangenen Bildausschnitte.

In meiner Serie aus Schwarz-Weiß-Fotografien spielt das Mise-en-cadre eine wesentliche Rolle. Dargestellt ist ein Wohnraum, der unmögliche Brüche in seiner räumlichen Beschaffenheit aufweist. Diese wirken zunächst wie Fotocollagen. Bei näherer Betrachtung wird erkennbar, daß es sich um analoge Fotografien handelt. Dargestellt ist ein Wohnraum in Kombination mit dem verkleinerten Modell desselben Raumes. Durch die Positionierung der Kamera und den Einsatz der perspektivischen Größenverschiebung im Vorder- und Hintergrund verbinden sich Modell und Originalraum zu einem ganzen, wenn auch unmöglichen Raum. Bekannt ist dieses Verfahren aus dem Film. Oft werden Kulissen nur partiell in Originalgröße gebaut. Manche Teile sind nur in Modellgröße vorhanden und werden so ins Bild gesetzt, daß aus einem bestimmten Blickpunkt der Raum in Originalgröße erscheint.

Mich interessiert die Verschachtelung verschiedener Ebenen von Abstraktion- die Abstraktion im Modell und in der Fotografie. Die Fotografien wurden zusätzlich im Raum ausgestellt, in dem sie aufgenommen wurden.